
Viertagewoche in Deutschland: Maschmeyer zur Produktivität
Die Viertagewoche in Deutschland wird trotz Fachkräftemangels weiter diskutiert.
Investor Carsten Maschmeyer hält das Modell für realistisch.
Er schaut dabei vor allem auf Ergebnisse.
Entscheidend sei, dass Teams ihre Ziele erreichen.
Was Maschmeyer zur Arbeitszeit sagt
Maschmeyer ist aus der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt.
In einem Interview mit Zeit Online erklärte er,
dass ihm die Zahl der Arbeitstage nicht wichtig sei,
solange die Leistung stimmt.
Längere Arbeitszeiten sieht er dagegen kritisch,
weil sie aus seiner Sicht nur kurz helfen.
Warum Unternehmen das Modell testen
Maschmeyer erwartet, dass die Produktivität steigen kann.
Pilotprojekte zeigen oft,
dass Beschäftigte konzentrierter arbeiten
und auch seltener erschöpft sind.
Außerdem kann ein freier Tag pro Woche attraktiv wirken,
gerade wenn Firmen neue Fachkräfte suchen.
Pilotprojekt mit 45 Unternehmen
Ein neues Pilotprojekt bringt zusätzliche Daten.
Dabei testen 45 Unternehmen in Deutschland die Vier-Tage-Woche für ein halbes Jahr.
Die Beratung Intraprenör koordiniert das Vorhaben
und arbeitet dafür mit 4 Day Week Global zusammen.
Wissenschaftler der Universität Münster begleiten das Projekt.
Die Betriebe sollen dem 100-80-100-Modell folgen:
volle Leistung in weniger Zeit,
und zwar bei gleicher Bezahlung.
Die Auswertung soll zeigen,
wie sich Leistung, Gesundheit und Organisation verändern.
Beispiel aus einem IT-Unternehmen
Zu den Teilnehmern gehört der IT-Dienstleister Nacura aus Paderborn.
Die Leitung nennt Work-Life-Balance als wichtigen Grund.
Zusätzlich spielt Mitarbeiterbindung eine Rolle,
denn qualifizierte Bewerber vergleichen Angebote sehr genau.
Die Belegschaft konnte freiwillig entscheiden.

Externe Quellen:
Zeit Online ·
Universität Münster
Quelle: Focus Online