Importierte Lebensmittel Klima: Neue Erkenntnisse der WTO
Importierte Lebensmittel Klima ist ein Thema, das viele Verbraucher beschäftigt.
Oft gilt Regionalität als klimafreundlich.
Studien der Welthandelsorganisation zeigen jedoch,
dass importierte Lebensmittel nicht automatisch schlechter für das Klima sind.

Importierte Lebensmittel Klima: Transport ist nicht der Hauptfaktor
Viele Menschen gehen davon aus,
dass lange Transportwege die Klimabilanz dominieren.
Tatsächlich machen Transportemissionen bei Lebensmitteln
im Durchschnitt nur etwa zehn Prozent der Gesamtemissionen aus.
Entscheidend ist vielmehr,
wie und unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wird.
Deshalb können importierte Lebensmittel aus saisonaler Produktion
klimafreundlicher sein als regionale Ware aus Kühlhäusern.
Produktion entscheidet über die Klimabilanz
Laut WTO entstehen die größten Emissionsunterschiede bei der Produktion.
Wenn Obst oder Gemüse im Ausland Saison hat,
fällt dort oft weniger Energieaufwand an.
In Deutschland dagegen benötigen Winterprodukte häufig Kühlhäuser
oder beheizte Gewächshäuser.
Dadurch steigen die Emissionen,
obwohl die Lebensmittel regional erzeugt wurden.
Importierte Lebensmittel Klima und die Rolle des Welthandels
Der Welthandel kann laut WTO zur Senkung von Emissionen beitragen.
Dafür müsse nicht weniger,
sondern gezielter gehandelt werden.
Ein globaler CO2-Preis könnte dabei helfen.
Produkte mit hohen Emissionen würden teurer,
während klimafreundlich hergestellte Waren günstiger würden.
CO2-Bepreisung beeinflusst Handel und Produktion
Simulationen der WTO zeigen,
dass eine globale CO2-Abgabe von etwa 90 Euro pro Tonne
die Emissionen deutlich senken könnte.
Mehr als ein Drittel der Einsparungen entstünde dadurch,
dass Länder verstärkt importierte Lebensmittel beziehen,
die besonders emissionsarm produziert werden.
Importierte Lebensmittel Klima: Ein differenzierter Blick lohnt sich
Importierte Lebensmittel sind nicht per se klimaschädlich.
Entscheidend ist die gesamte Klimabilanz entlang der Lieferkette.
Wer Klima und Umwelt schützen will,
sollte deshalb nicht nur auf Herkunft,
sondern auch auf Produktionsbedingungen achten.
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Quellen und Hintergründe