Huthi-Angriffe im Roten Meer: Folgen für Handel
Huthi-Angriffe im Roten Meer wirken sich derzeit stark auf die internationale Schifffahrt aus,
denn viele Reedereien meiden die Route aus Sicherheitsgründen.
Stattdessen nehmen sie längere Wege in Kauf,
und deshalb verlängern sich Transportzeiten.
Das betrifft Lieferketten, aber auch Kosten.
Stand: 20.12.2023

Warum ist das Rote Meer so wichtig?
Das Rote Meer ist eine zentrale Seeroute,
denn es verbindet Asien mit Europa.
Über den Suezkanal gelangen Waren schnell ins Mittelmeer,
und deshalb ist diese Strecke für den Welthandel entscheidend.
Rund zwölf Prozent des weltweiten Handels laufen über diese Route.
Huthi-Angriffe im Roten Meer und ihre Folgen
Die Angriffe auf Frachter haben die Sicherheitslage verschärft,
und mehrere Schiffe wurden bereits angegriffen.
Reedereien reagieren deshalb vorsichtig,
denn die Sicherheit von Besatzungen steht im Vordergrund.
Aus diesem Grund werden Schiffe umgeleitet.
Welche Umwege nehmen die Schiffe?
Viele Schiffe fahren nun um das Kap der Guten Hoffnung.
Dieser Weg ist deutlich länger,
und deshalb dauert die Reise oft eine Woche oder mehr zusätzlich.
Das erschwert die Planung,
aber es sorgt auch für besser kalkulierbare Abläufe.
Auswirkungen auf Lieferketten
Längere Strecken bedeuten höhere Kosten,
denn Treibstoff, Personal und Betrieb schlagen stärker zu Buche.
Gleichzeitig verlängern sich Lieferzeiten,
und das kann einzelne Waren verzögern.
Besonders zeitkritische Produkte sind betroffen.
Was Unternehmen jetzt beachten sollten
- Liefertermine mit Zeitpuffer planen, damit Verzögerungen abgefedert werden
- Bestände prüfen, und kritische Waren priorisieren
- Kunden informieren, sobald sich Laufzeiten ändern
Folgen für Energie und Rohstoffe
Auch Energie wird über diese Route transportiert,
weshalb Öl- und Gaslieferungen betroffen sein können.
Beim Ölmarkt bleiben die Auswirkungen bisher begrenzt,
aber beim Flüssiggas sind Verzögerungen spürbarer,
da der Markt enger ist.
Was Verbraucher merken könnten
Für Verbraucher zeigen sich die Folgen meist indirekt.
Einzelne Produkte können später ankommen,
und vereinzelt sind Preisänderungen möglich.
Größere Engpässe gelten aktuell jedoch als unwahrscheinlich.