Atemwegsinfekte in Deutschland: Lage
Atemwegsinfekte in Deutschland sind derzeit weit verbreitet, und viele Menschen husten, schniefen oder haben Fieber.
Der Eindruck, dass „alle krank sind“, kommt nicht nur daher, denn aktuelle Auswertungen zeigen hohe Werte.
Wer wissen will, was dahintersteckt, findet hier einen kompakten Überblick – und zwar ohne Panik, aber mit klaren Fakten.

Warum sind gerade so viele krank?
Das Robert Koch-Institut (RKI) erhebt wöchentlich den Krankheitsstatus von Freiwilligen über ein Surveillance-Programm.
Diese Daten werden hochgerechnet, und dadurch entsteht ein Bild für die Gesamtbevölkerung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Werte auch in diesem Jahr höher liegen als in den Jahren vor der Pandemie.
Erkältungswelle in Deutschland: Zahlen aus RKI-Berichten
Aus dem letzten Wochenbericht geht hervor, dass die Erkältungswelle Deutschland erreicht hat.
Mehr als jeder Zehnte ist über alle Altersgruppen hinweg betroffen, und das entspricht mehreren Millionen Fällen.
Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Werte vor allem bei jungen Erwachsenen sowie bei Schulkindern.
Wie viele Fälle auf Covid zurückgehen, wird mit dem System GrippeWeb geschätzt.
Der Anteil ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, und damit bleibt Covid weiterhin ein Teil des Gesamtgeschehens.
Welche Viren sind im Umlauf?
Neben dem Coronavirus zirkulieren vor allem Rhinoviren, also typische Erkältungsviren.
Außerdem sind RS-Viren und Influenza-Viren im Umlauf, und diese können je nach Alter unterschiedlich häufig auftreten.
RS-Viren werden vor allem bei Kindern nachgewiesen, während Covid häufiger bei Erwachsenen gemeldet wird.
RS-Viren können für Babys und Kleinkinder riskant sein, weil sie die Atmung stark belasten können.
Warnzeichen sind starker Husten, schnelle Atmung oder pfeifende Atemgeräusche.
Auch Einziehungen zwischen den Rippen oder eine bläuliche Hautfarbe sind ernst zu nehmen, und dann ist schnelle ärztliche Hilfe wichtig.
Grippewelle: laut RKI noch nicht offiziell gestartet
Obwohl Influenza-Fälle zunehmen, hat die Grippewelle laut RKI noch nicht begonnen.
In den letzten Wochen waren vor allem Schulkinder betroffen.
In Stichproben zeigt sich häufiger Influenza A(H1N1)pdm09, die auch als Schweinegrippe bekannt ist.
Typische Grippe-Symptome
Eine Grippe beginnt oft plötzlich, und sie kann mehrere Tage stark belasten.
Häufig treten Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf, und später kommt oft trockener Husten hinzu.
Allerdings haben nicht alle Erkrankten starke Beschwerden, denn manche haben nur milde Symptome oder gar keine.
Für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen kann eine Grippe gefährlicher sein,
und deshalb empfehlen Fachleute für diese Gruppen eine Schutzimpfung.
Was hilft im Alltag?
Bei Atemwegsinfekte in Deutschland helfen oft einfache Maßnahmen:
Wer krank ist, sollte sich ausruhen und Kontakte reduzieren, damit sich Viren nicht weiter verbreiten.
Außerdem sind regelmäßiges Händewaschen und Lüften sinnvoll, und bei Fieber oder Atemnot sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.