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Was Sie über die „hinterlistige“ Corona-Variante JN. 1 wissen sollten

Mit wachsamen Augen beobachten Forscher die immer neuen Corona-Varianten. Denn das Virus mutiert permanent. Bis jetzt haben sich die neuen Varianten nicht als bedrohlich erwiesen – eine neue Sublinie von Pirola versetzt allerdings einige Forscher wieder in Aufregung.

Regelmäßig treten neue Varianten auf. Diese sind zwar in vielen Fällen viel ansteckender und breiten sich rasend schnell aus. Doch das Entscheidende ist, dass es bisher noch keine Hinweise gibt, dass sie einen schwereren Krankheitsverlauf verursachen. Zumal auch mittlerweile in der Bevölkerung durch natürliche Infektion und Impfung eine hohe Immunität vorhanden ist.

JN.1 auch schon in Deutschland nachgewiesen

Eine Garantie, dass das Virus sich aber immer weiter abschwächt, gibt es dennoch nicht. Deshalb beobachten Forscher weiterhin mit Argusaugen die Entwicklung neuer Varianten. Nach Eris (EG.5) und Pirola (BA.2.86) sorgt nun JN.1 in Forscherkreisen für Aufsehen. Diese Variante ist ein Abkömmling von Pirola und wurde erst im September entdeckt.

Seitdem wurde sie bereits in zwölf Ländern nachgewiesen. Auch schon in Deutschland. Im aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts wird JN.1 erstmals erwähnt. Aktuell macht die Variante demnach in Deutschland

Hinterlistig – JN.1 hat eine zusätzliche Mutation

Gerade Pirola (BA.2.86) sorgte bereits für Alarmstimmung, weil die Variante über 20 Mutationen am Spike-Protein aufweist. Damit kann sie noch schneller in die Zellen eindringen und ist noch ansteckender als Corona ohnehin schon. Auch ermöglichen diese Mutationen es dem Virus, dem Immunsystem besser zu entgehen.

Der Pirola-Nachfolger JN.1 könnte dies mutmaßlich noch toppen: Gerade diese eine weitere Mutation im Spike-Protein mache die Variante anscheinend „noch immun-evasiver “ als seine Eltern, zitiert das Gesundheitsmagazin „ Prevention “ den Infektiologen Thomas Russo von Buffalo Universität in New York, den Entdecker dieser Variante.

JN.1 sei also „hinterlistig“, sagt der Forscher weiter. Da sich JN.1 wie Pirola (BA.2.86) von anderen Stämmen unterscheide, bestünde die Gefahr, dass es wieder mehr Infektionen gebe.

Symptome der neuen Variante JN.1

Derzeit ist noch nichts über neue Symptome von JN.1 bekannt. Dies bestätigt auch William Schaffner von der Vanderbilt Universität: „Es ist eine Omikron-Variante und scheint ähnlich zu sein“, zitiert „Prevention“ den Mediziner.

Zu den häufigsten Covid-19-Symptomen gehören daher

  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Gliederschmerzen
  • laufende oder verstopfte Nase
  • Halsschmerzen
  • Niesen
  • Husten
  • evt. Störungen des Geruchs- und Geschmackssinns

Allerdings sind bei Pirola durchaus weitere, eher ungewöhnlich Covid-Symptome dokumentiert worden. Das kam bei der „Zoe Covid Symptom Study“ in Großbritannien heraus, bei der mehr als vier Millionen Infizierte laufend ihre Krankheitsanzeichen mit Hilfe einer App dokumentieren. Wie das britische Portal  „ChronicleLive“ berichtet, kann es bei Pirola zusätzlich noch zu

  • Hautausschlag
  • Veränderungen im Mund oder auf der Zunge (sogenannte Covid-Zunge), wie Schwellungen im Mund und Geschwüre auf der Zunge oder der Innenseite von Mund und Lippen
  • rote und wunde Finger oder Zehen
  • Durchfall
  • eine heisere Stimme
  • juckende oder rote Augen

kommen.

Schützen die aktuellen Corona-Impfstoffe gegen JN.1?

Dass die neue Virus-Variante tatsächlich auch die Impfstoffe umgeht, hält aber derzeit trotzdem niemand für möglich. Laut Center of Disease Control (CDC) in den USA hätten vorhandene Daten gezeigt, dass die aktuellen Impfstoffe dem Immunsystem helfen, Pirola (BA.2.86) zu blockieren. Deshalb geht die Behörde davon aus, dass dies auch bei JN.1 der Fall ist.

Zahl der Infektionen und Krankenhausaufenthalte nimmt zu

Bisher gibt es keine Hinweise, dass JN.1 wieder schwerere Erkrankungsverläufe auslöst – auch bei Pirola nicht. Klar ist aber, dass Menschen, die einer Risikogruppe angehören, wie etwa Ältere, Immunschwache und Vorerkrankte, nach wie vor schwer an Sars-CoV-2 erkranken können.

So stieg die Zahl der Hospitalisierungen seit Anfang Oktober bis Anfang November (Meldewoche 40 bis 45) an. Laut aktuellem Wochenbericht der RKI wurden in dieser Zeit insgesamt

  • 30.466 Covid-Fälle

im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der laborbestätigten Corona-Infektion in dieser Zeit lag bei

  • 95.547 Covid-Fällen.

Das bedeutet: 31,88 Prozent der Sars-Cov-Infizierten mussten in dieser Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Gerade für die Risikogruppe ist es daher wichtig, vorsichtig zu sein und sich mit den aktuellen Impfstoffen impfen bzw. boostern zu lassen.

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